Das Ministerium soll sich auch dazu äußern, ob entsprechende polizeiliche Ermittlungen und Maßnahmen eingeleitet worden sind. In den traditionell von Angehörigen der christlichen Minderheiten bewohnten Stadtvierteln Feriköy und Kurtulus wurden manche Häuser in jüngster Zeit mit grünen und roten Schildern gekennzeichnet. Sie sollen offenbar auf armenische und griechische Bewohner hinweisen. Die Etikettierung der Häuser falle mit Klagen christlicher Einwohner über vermehrte Belästigungen zusammen, stellte Tuncel in ihrer Anfrage fest.
Die Kennzeichnung christlicher Häuser weckt in Istanbul die Erinnerung an das Pogrom gegen die christlichen Minderheiten vom September 1955. Damals waren zuvor die Häuser und Geschäfte der Christen von nationalistischen Aktivisten markiert worden. Die EU-Kommission hat die Türkei wiederholt aufgefordert, wirksame Maßnahmen zu ergreifen, um die prekäre Lage der nicht-muslimischen Bevölkerungsgruppen zu verbessern.
Quelle: Salzburger Nachrichten
Wer auch immer hinter dieser Aktion steckt: Es zeigt sich hier wieder deutlich, dass der Islam und somit auch die Türkei in Europa nicht integrationsfähig ist. Während in Deutschland die schrecklichen Verbrechen der NS-Vergangenheit aufgearbeitet werden, ist in der Türkei seines Lebens nicht mehr sicher, wer den Völkermord der Türken an den christlichen Armeniern anzusprechen versucht.
Ein weiterer Bericht zum Thema auf "Die Presse": --> Link