Wie er schreibt, habe der Rat der Evangelischen Kirchen in der Türkei ihn telefonisch informiert, dass eine militante Gruppe seine Ermordung plane. Mitte April hatten unbekannte Täter in Samsun zwei Polizisten erschossen. Später hatte sich die Arbeiterpartei Kurdistans PKK zu dem Anschlag bekannt. Wie die Behörden erfuhren, wolle die Gruppe nun auch einen Pfarrer töten, um die Regierung zu destabilisieren. Seit der Ermordung von drei türkischen Christen im osttürkischen Malatya im April 2007 steht Picaklar unter Polizeischutz. Auch sein Leibwächter habe ihm bestätigt, dass er über die Mordpläne informiert worden sei. In dem Schreiben an die EBF erinnert Picaklar daran, dass bereits in der Vergangenheit ein Mordanschlag auf ihn geplant worden war. Der Anschlag war gescheitert. Der Täter, ein junger Mann, sei verhaftet und verurteilt worden.Gemeinde unter Druck
Um die Agape-Gemeinde gab es seit ihrer Gründung im Jahr 2003 immer wieder Auseinandersetzungen. Die Scheiben des Gemeindehauses seien wiederholt eingeworfen und Hinweisschilder beschädigt worden, so Picaklar. Er erhalte Drohungen per E-Mail. Die Gottesdienste zählen etwa 45 Besucher. In der Region Samsun mit seinen rund elf Millionen Einwohnern sei die Agape-Gemeinde die einzige evangelische Gemeinde. Daneben gibt es noch zwei katholische Pfarreien. Die Agape-Gemeinde unterhält lose Kontakte zur EBF, da sie die baptistische Gläubigentaufe praktiziert. Picaklar, ein ehemaliger Muslim, wurde durch die Lektüre eines Johannes-Evangeliums Christ. Die Schrift war ihm zugeschickt worden, nachdem er auf ein entsprechendes Angebot in einer Zeitungsanzeige reagiert hatte.
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Dienstag, 27. April 2010
Türkei: Todesdrohungen gegen Christen
Freitag, 2. Oktober 2009
CDU-Politikerin fordert Beendigung der Christenverfolgung in der Türkei
Quelle: IdeaIn der Türkei bleibt die Lage der Christen trotz angekündigter Verbesserungen für religiöse Minderheiten bedrohlich. Diese Einschätzung äußert die Sprecherin für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Erika Steinbach.
Sie fordert die Europäische Union auf, darauf zu reagieren, dass religiöse Minderheiten, insbesondere Christen, in der Türkei keine wirkliche Religionsfreiheit genössen.
Anlass sind Meldungen in türkischen Medien, wonach die Polizei Christen bespitzeln lässt. Aus dem in der Presse zitierten türkischen Ermittlungsdossier geht hervor, dass zu den Ausgespähten auch die drei evangelikalen Mitarbeiter eines christlichen Verlags gehören, die vor zweieinhalb Jahren in der osttürkischen Stadt Malatya auf bestialische Weise umgebracht wurden. Am 18. April 2007 hatten mutmaßlich muslimische Extremisten den Deutschen Tilmann Geske sowie die Türken Necati Aydin und Ugur Yuksel gefesselt und gefoltert, bevor sie ihnen die Kehlen durchschnitten. In dem bereits zwei Jahre dauernden Strafprozess sind fünf junge Türken angeklagt.
Die CDU-Politikerin weist darauf hin, dass Christen Ende des 19. Jahrhunderts noch mehr als ein Viertel der Bevölkerung auf dem Gebiet der heutigen Türkei stellten. Heute machten sie mit etwa 120.000 Angehörigen weniger als 0,2 Prozent der 72 Millionen Einwohner aus. Über 95 Prozent sind Muslime. Deshalb sei es völlig unverständlich, so Steinbach, dass die türkischen Christen von vielen Landsleuten als Ausländer und Feinde der Nation angesehen würden.
Freitag, 28. August 2009
Stehen in der Türkei Pogrome gegen Christen unmittelbar bevor?
apa istanbul/ankara
Das Ministerium soll sich auch dazu äußern, ob entsprechende polizeiliche Ermittlungen und Maßnahmen eingeleitet worden sind. In den traditionell von Angehörigen der christlichen Minderheiten bewohnten Stadtvierteln Feriköy und Kurtulus wurden manche Häuser in jüngster Zeit mit grünen und roten Schildern gekennzeichnet. Sie sollen offenbar auf armenische und griechische Bewohner hinweisen. Die Etikettierung der Häuser falle mit Klagen christlicher Einwohner über vermehrte Belästigungen zusammen, stellte Tuncel in ihrer Anfrage fest.
Die Kennzeichnung christlicher Häuser weckt in Istanbul die Erinnerung an das Pogrom gegen die christlichen Minderheiten vom September 1955. Damals waren zuvor die Häuser und Geschäfte der Christen von nationalistischen Aktivisten markiert worden. Die EU-Kommission hat die Türkei wiederholt aufgefordert, wirksame Maßnahmen zu ergreifen, um die prekäre Lage der nicht-muslimischen Bevölkerungsgruppen zu verbessern.
Quelle: Salzburger Nachrichten
Wer auch immer hinter dieser Aktion steckt: Es zeigt sich hier wieder deutlich, dass der Islam und somit auch die Türkei in Europa nicht integrationsfähig ist. Während in Deutschland die schrecklichen Verbrechen der NS-Vergangenheit aufgearbeitet werden, ist in der Türkei seines Lebens nicht mehr sicher, wer den Völkermord der Türken an den christlichen Armeniern anzusprechen versucht.
Ein weiterer Bericht zum Thema auf "Die Presse": --> Link